Lüerdissen - Lemgo  
         
 

 

 
 
22 Tote
 
     
 
 

Geschichte
In Lüerdissen hat es ursprünglich auch ein Kriegerdenkmal gegeben, das zu einem nicht
bekannten Zeitpunkt verschwunden ist.

Über die Einweihung Anfang September 1921 berichtete die Lippische Landesszeitung:
"Lüerdissen, 7. September. Zu einer schönen und erhebenden Feier gestaltete sich am Sonntag die
Einweihung unseres Kriegerdenkmals, zu der bei dem herrlichen Sommerwetter alle Gemeinde-
mitglieder sich recht zahlreich eingefunden hatten. Herr Dr. Meier-Lemgo hat es verstanden, uns ein
Denkmal zu schaffen, welches bei Anpassung an die ländliche Umgebung in seiner einfachen,
schlichten Form doch den Eindruck des Ernsten, selbst Feierlichen bewirkt. In ganz ausgezeich-
neter Weise hat Herr Bildhauer Kemper-Lemgo durch feinste, saubere Arbeit den Entwurf ausge-
führt. - Mit gemeinsamem (sic) Gesang, unterstützt durch die Mitwirkung des Lemgoer Po-
saunenchors, begann die Feier. Darauf übergab der Vorsteher, Herr Noltensmeier, das Denk-
mal der Gemeinde und empfahl es ihrem Schutze. Herr Pastor Bleibtreu hielt die Festrede,
der er den Text des alttestamentlichen Klageliedes zugrunde legte:"Wie sind die Helden ge_
fallen im Streit!" Verschönt wurde die Feier durch den prächtigen Gesang der Schulkinder unter
Leitung des Herrn Lehrer Schäfsmeier. Am Schlusse erfolgte die Kranzniederlegung durch die
anwesenden Vereine und durch die Angehörigen der 22 Gefallenen." *
*Lippische Landeszeitung v. 8.9.1921


Denkmalsentwurf Karl Meier 1921, Lemgo *
*Stadtarchiv Lemgo H - Lüerdissen 51


Luerdisser Denkmal 1921 **


Einweihungsfeier 1921 **

**Rügge, Nicolas, Lüerdissen Geschichte eines Dorfes, 1994.