Barntrup  
     
 
   
105 Tote
 
         
   

Inschrift
"Sie haben für uns, für die Heimat gestritten und Not und Tot für uns gelitten. / Seid treu wie sie!
Und zaget nicht, dann werden auch wir durch Nacht zum Licht."

"1914 - 1918 starben für uns:"

   
         
   

Geschichte
Die Bestrebungen zur Errichtung des Denkmals begannen bereits 1920 und gingen vom Barntruper Kriegerverein,
von Barntruper Geschäftsleuten und dem Besitzer des Barntruper Schlosses, Baron v. Kerßenbrok, aus. Der Denk-
malsentwurf stammt von Karl Meier, Lemgo. Er wurde ausgeführt von dem Bildhauer Lauer aus Oerlinghausen. Die
Einweihung fand am 30.3.1923 (Karfreitag!) statt.

(Quelle: Böttcher, Friedrich und Böttcher, Bernhard: Denkmäler in Barntrup, hrsg. Heimatverein Barntrup, Barntrup 1993, S. 18 - 27.)

Bericht der Lippischen Landeszeitung vom 6.4.1923 zur Einweihung am 30.3.1923:
"Ehrenzeichen für die Gefallenen. Nach vieler Mühe ist es gelungen, auch für unsern Ort ein Ehren-
zeichen für die Gefallenen des Weltkrieges zu beschaffen. Weil man auf die Verhältnisse unserer
Zeit Rücksicht nehmen mußte, konnte es freilich nicht in so monumentalen Formen hergestellt
werden, wie das anderswo vielleicht der Fall ist. Es besteht vielmehr in einer schlichten Steintafel,
auf der die Namen der Gefallenen zu lesen sind, und die an der Mauer des Kirchplatzes an der
Mittelstraße angebaut ist. Indessen maht das Ehrenzeichen doch einen recht würdigen Eindruck.
Entworfen ist es von dem Studienrat Dr. Meier in Lemgo und in geschmackvoller Weise der ganzen
Umgebung angepaßt. Am vergangenen Karfreitag ist es geweiht und der Oeffentlichkeit übergeben
worden. Voran ging ein Gedächtnisgottesdienst in der in unmittelbarer Nähe gelegenen Kirche, der
augenscheinlich auf alle Teilnehmer den tiefsten Eindruck gemacht hat. Die beiden Gesangvereine
unserer Stadt bereicherten ihn durch einige Chorlieder, die vorzüglich gelangen. Frau Fabrikant
Steneberg und Buchhändler Bähnmann stimmten durch ihre sehr eindrucksvollen Lieder die Zu-
hörer zum tiefsten Ernst und auch die beiden Schülerchöre taten ihr Möglichstes, um die ernste
Feier zu verschönen. Die von der Gemeinde gesungenen Lieder wurden von unserm Bläserchor
begleitet und die Rede vom Ortspfarrer gehalten. Unter dem Eindruck des Gottesdienstes strömte
die Menge zu dem Ehrenzeichen, das nach einer Rede des Bürgermeisters enthüllt und der
Oeffentlichkeit übergeben wurde. Auch hier sangen die Gesangvereine, und zahllose Kränze
wurden vor dem Ehrenzeichen niedergelegt. Mit einer Salve und dem Chorlied "Ich hatt`einen
Kameraden" schloß die eindrucksvolle Feier, die wohl allen, die sich daranbeteiligt haben,
noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wie man hört, soll der Platz selbst noch von der
Stadt durch Anlagen verschönert werden, was freilich sehr notwendig ist und außerordentlich
zur Erhöhung des stimmungsvollen Eindrucks, den das Ehrenzeichen macht, beitragen wird."
(Quelle: Lippische Landeszeitung, Ausgabe vom 6.4.1923)